Krippen und noch viel mehr … – Rundgang in Rottenburg am 22. Januar 2017

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Dass man herrliche Weihnachtskrippen bewundern konnte, war auf Grund der Ausschreibung „Krippenwanderung in und um Rottenburg“ zu erwarten und 32 Interessierte waren am Sonntag, 22. Januar, der Einladung gefolgt. Auf dem Rundweg war aber noch mehr geboten, das erklärt und betrachtet wurde.

Am Eugen-Bolz-Platz betrachteten wir die moderne Plastik der Mantelteilung St. Martins und neben dem Dom gab es Hinweise zu dem „altmodischen Kino“ im Waldhorn, vor dem Dom dann informierten Info-Tafeln zum Martinsweg.

Auf dem Weg zum Sülchgaumuseum fand das Denkmal zur Geschichte der Juden in Rottenburg Beachtung, ebenso der Narrenbrunnen mit Gräfin Mechthild auf der Spitze, die schon 1452 die erste Rottenburger Fasnet ausrichten ließ.

Die größte Sensation war aber sicher der mit einer spiegelglatten Eisfläche gänzlich zugefrorene Neckar, den wir auf der Josef-Eberle-Brücke überquerten; der Namensgeber ist bekannter als Sebastian Blau. Da erfuhr man einiges aus dessen Lebensgeschichte, über den Sebastian-Blau-Weg, und als Kostprobe das Mundartgedicht „St. Nepomuk“ bei der gleichnamigen Statue.

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In der Moritzkirche war nicht nur eine weitere Krippe zu bewundern, es wurde auch über den Namenspatron Mauritius und über den berühmtesten Sohn und Märtyrer der Stadt informiert, den ehemaligen württembergischen Staatspräsidenten Eugen Bolz, der im Zusammenhang mit dem Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde, und dem man in dieser Kirche ein Denkmal errichtet hat.

Dann ging es hinauf zum Kalkweiler Tor und über die Kalkweiler Steige hinaus aufs freie verschneite Feld, mit schönen Aussichten auf Rottenburg und die Umgebung, ehe wir hinunter zum Weggentaler Kirchle stiegen. Das „Weggentaler Kripple“, ebenso wie die anderen Krippen, die wir schon gesehen hatten, ist von einem wahren Tannenwäldchen eingerahmt. Im benachbarten Franziskussaal stärkten wir uns mit Kaffee und Kuchen, ehe wir, erfüllt von all den neuen Eindrücken, durchs Weggental zurück in die Stadt gingen.