Einsatz in der Klingenhalde am 3. August 2015

Seit nahezu zwei Jahrzehnten wird die Hangwiese in der Klingenhalde – sie ist Eigentum der Stadt Reutlingen – von der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins gepflegt und offen gehalten. In dieser Zeit wurden etwa 500 Arbeitsstunden geleistet. Das südexponierte Grundstück gehört zu den trockensten und steilsten Stellen der
Gemarkung von Bronnweiler. Das bedeutet, dass eine Pflege nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist. In den vergangenen Jahren wurde dazu auch der Balkenmäher eingesetzt. Die Arbeit mit solch schweren Maschinen an steiler Hanglage ist nicht ungefährlich und übersteigt heute die Möglichkeiten der Ortsgruppe. Zur Diskussion stand nun wie weiter verfahren werden soll und kann. Da Hecken und eine Trockenmauer als Biotop angrenzen und für Natur und Landschaft einen wichtigen Beitrag leisten, stand außer Frage, dass der Hangwiese im Rahmen des Grünlandprojektes der Stadt Reutlingen eine besondere Bedeutung zukommt und ihre Offenhaltung unerlässlich ist. Auf Grund der Überlegungen, in welcher Form die Pflegemaßnahmen weitergeführt werden können, verliefen sie für einige Zeit eingeschränkt. Man glaubt gar nicht, wie rasch eine
Wiese überwuchert wird. In kurzer Zeit breiteten sich Gehölz und Brombeergestrüpp aus. Im Zusammenwirken mit den zuständigen Stellen der Stadt wurde nun für die nächsten Jahre eine Lösung gefunden. Um der Naturschutzgruppe unserer Ortsgruppe gute Voraussetzungen zu schaffen, wurden im letzten Jahr Gehölz und
Brombeergebüsch vom städtischen Forstbetrieb sowie von einem Pflegetrupp des Listhofes entfernt. Die Naturschutzgruppe nahm daraufhin Kontakt zu einem Gomaringer Halter einer Ziegenherde auf. Seine Ziegen leisteten über mehrere Wochen hinweg wertvolle Arbeit. Sie konnten dort ihren Hunger stillen und der Naturschutzgruppe die Arbeit erleichtern. Die schon wieder hochgewachsenen zu großen Brombeerruten schmeckten den Tieren wohl nicht und wurden gemieden. Jetzt musste Hand angelegt werden. In mehrstündiger
Mäharbeit mit der Motorsense wurde der Hang von Uli Römer gesäubert. Das Schnittgut wurde von einigen weiteren Helfern der Naturschutzgruppe zusammengerecht. Für den Abtransport zum Pfullinger Komposthof sorgte Uli mit seinem Holder.

Schweißtreibende Arbeit bei hochsommerlichen Temperaturen

Schweißtreibende Arbeit bei hochsommerlichen Temperaturen

 

Am Steilabfall musste gesichert werden

Am Steilabfall musste gesichert werden

 

Geschafft! Die Naturschutz-Arbeitsgruppe Dr. Uli Römer, Dr. Herbert Bauer, Edmund Remensperger, Wolfgang Lutz