Von Bank zu Bank am Sonntag, den 9. September

„Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert“

Dieses Zitat von Gustav Werner (1809 -1887) kann als Motto für den besonderen Spaziergang „Von Bank zu Bank“ rund um Bronnweiler gelten. Dr. Uli Römer, Wegwart des SAV Bronnweiler, erläuterte zunächst bei jeder Bank die zum Teil sehr aufwändigen Restaurierungsmaßnahmen, ehe Elisabeth Bauer jeweils ein „Blümchen“ aus einem bunten Strauß unterschiedlicher Gedichte und Texte vortrug.

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Als besondere Überraschung gab es dann bei der Buck’schen Mühle eine interessante Führung der neuen Turbinenanlage, bei der Johannes Buck vom Wehr aus uns entlang der neuen 100 m langen betonierten Oberkanal bis zum Wasserschloss und schließlich ins Turbinen-Haus führte. Er erklärte nicht nur die technischen Details, sondern erzählte auch die bis ins 12. Jahrhundert zurückreichende Geschichte der Buck’schen Mühle. Alle 30 Teilnehmer waren sehr beeindruckt von dem enormen Arbeitsaufwand und Durchhaltevermögen des jungen Mannes.

 

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So war es stimmig, dass an der Bank, die sich zwischen der Petrasch’schen (ehemals Lins) und der Buck‘schen Turbinen-Anlage befindet, Gustav Werners Turbinenstrophe erklang:

„Rolle, rüstige Turbine,
Hauch dem Werke Leben ein,
dass sich rege die Maschine
Und die Räder groß und klein!
Schaff dem Armen seine Speise
und dem Rackenden sein Kleid!
Herrschen mög‘ in unserem Kreise
Liebe und Gerechtigkeit!“

 

 

Allerdings war dann klar, dass die geplante Tour wegen der fortgeschrittenen Zeit abgekürzt werden musste. Wir steuerten deshalb direkt die Grillstelle beim Jugendheim an, wo Christel Römer schon ein Feuer entfacht hatte, und man noch lange bei Gesprächen und dem Genuss von gebratenen Würsten den Tag ausklingen ließ.

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Der an diesem Sonntag nicht abgewanderte Teil der Strecke wird 2018 ins Programm des SAV Bronnweiler aufgenommen und es werden noch mehr „Taten voller Wert“ zu bestaunen sein.