Entlang des Weinwanderwegs zur Grabkapelle auf dem Rotenberg am 18. 9. 2016

Staubfreie Weinwanderung

Trotz mehr oder weniger Nieselregen fanden sich am Sonntag, den 18. September dreizehn Personen am Metzinger Bahnhof ein, um mit der Bahn zum Ausgangspunkt der Weinwanderung nach Obertürkheim zu fahren. Von dort stiegen wir aus den Niederungen des Neckartals bergauf nach Uhlbach. In der Ortsmitte befindet sich neben dem schönen Fachwerk-Rathaus die alte, beeindruckende Kelter, die im Inneren mit ihren enormen Balkenkonstruktionen das Weinbaumuseum beherbergt und die auch eine Bewirtschaftung hat. Wir legten eine „Frühschoppen“-Pause mit Wein und Sekt und Kaffee ein und beschwingt ging’s weiter, hatte doch ein Wandermitglied die sinnige Werbung „Don’t walk – dance!“ entdeckt.

Durch die Weinberge mit den voll hängenden Rebstöcken wanderten wir hoch nach Rotenberg und auf den Württemberg mit der weithin sichtbaren Grabkapelle. Von der Nähe aus betrachtet ist sie bombastisch und besticht im Inneren durch kühle Pracht. Eine Kostprobe der phantastischen Akustik dieses Gebäudes gab uns Gerda Remensperger, die das „Alta trinita beata“ in der Krypta sang – wunderschön! Zuvor hatte uns Walter Keppler am Höhepunkt der Wanderung das Schicksal der dort pompös bestatteten Königin Katharina geschildert.

2016.09.18. Wandergruppe vor der Grabkapelle web
Von nun an ging’s bergab: nach Untertürkheim in die Besenwirtschaft von Zaiß, wo wir zuerst ein verspätetes gutes Mittagessen mit den angebotenen Weinen des Hauses genossen und uns anschließend noch mit Kaffee und Kuchen stärkten, ehe wir zur Rückfahrt den S-Bahnhof ansteuerten.

2016.09.18. Besenwirtschaft Zaiß - web

Einen ganzen Regentag lang waren wir in der Natur der Weinberge (der Collegium Wirtemberg-Lage) und an der frischen Luft. Von den Engländerinnen sagt man ja, dass sie ihren zarten Teint von der dortigen hohen Luftfeuchtigkeit hätten. So hat uns diese feuchte Tour bestimmt alle verjüngt und verschönt und die angeregten Unterhaltungen haben das Herz erfrischt. Und es gab immer etwas zu lachen! Dies verdanken wir vor allem dem unerschöpflichen Vorrat an Bonmots und dem unvergleichlichen Humor von Walter Keppler, der diese schöne Tour vorbereitet und mit uns durchgeführt hat.

Elisabeth Bauer